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MEIN BRUDER DER DIRIGENT / Deluxe 3 Disc Collectors Edition

 

Ein Film von ALBERTO VENZAGO

Schweiz 2007

 

DVD-DATAS

Release: 12.02.2009___Genre: Dokumentation___Code: PAL2___FSK: 16___Bildformat: 16:9 (1.77:1)___Tonformat: Dolby Stereo 5.1 / 2.0
Bonus: Interview mit MARIO VENZAGO

Die Box enthält eine DVD mit dem Film, zwei CDs mit dem Konzert Othmar Schoek: PENTHESILEA und ein 40ig seitiges Booklet.
EAN_DT: 7640118761320___Art.Nr._DT: 1876132
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SYNOPSIS

Anlässlich des Lucerne Festivals 1999 soll Othmar Schoecks Oper Penthesilea konzertant zur Aufführung gelangen. Um das Projekt zu realisieren, setzt der Dirigent Mario Venzago buchstäblich seine Existenz aufs Spiel. Während der Probephase vor dem Konzert registriert Alberto Venzago in intimen Schwarz-weiss-Bildern die Arbeit seines Bruders Mario mit dem Orchester und den Sängern. Die Proben gehen für alle an die Grenzen des Zumutbaren, die Nerven liegen blank, das Unternehmen pendelt zwischen Schaffensrausch und Erschöpfung.

Beim Einstudieren der 1927 vom Schweizer Othmar Schoeck komponierten Oper „Penthesilea” geht Mario Venzago bis an die Grenzen seiner Kraft und bietet seine ganze Verstandesschärfe auf. Das Publikum applaudiert nach der Aufführung begeistert, aber der Dirigent ist schwer enttäuscht: So viele Details hätten noch eingepasst werden müssen, damit dasWerk seine volleWirkung entfaltet. MEIN BRUDER, DER DIRIGENT ist eine Begegnung zwischen Alberto Venzago und seinem Bruder Mario, der die Oper unter erschwerten Bedingungen auf die Bühne bringt.
Zur Hervorhebung der Kontraste und Stilisierung der Szenen arbeitet Alberto Venzago mit Schwarzweissbildern. Als Einstieg filmt er den Schatten eines Mannes, der über ein Felsmassiv geht, dessen Risse von einer paradoxen Zerbrechlichkeit künden. Dann sieht man den Mann im Bild, wie er den durchfurchten Fels ersteigt. Eine starke Metapher zu Beginn dieses Films, der bei Proben und in Gesprächen das Entstehen eines künstlerischen Projekts beobachtet, welches mit Willensanstrengung und Zweifeln vorangetrieben wird, beides im Übermass und zugleich unverzichtbar. Die Kamera gestaltet ihre Dramaturgie in bester „Direct Cinema”-Manier als aufmerksame, stete Begleiterin der Figuren, und der Schnitt thematisiert das sisyphussche Kreisen der Proben. Damit wird dieses „Spektakel der Arbeit” zu einer universellen Reflexion. Die Szene der zusammenbrechenden Sängerin ist besonders anrührend und lässt einen spüren, welch hohe Anforderungen Partitur und Dirigent stellen. Sie kann nicht mehr, nimmt ihren Gesang aber dennoch wieder auf.

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PRESSE

«Alberto Venzago, der Fotograf und Bruder, hat das Drama zu einem grandiosen Kinofilm verarbeitet.» ST.GALLER TAGBLATT

«Ein bewegender, unter die Haut gehender Musikfilm, wie er in dieser Direktheit, Dichte und Dramatik einzigartig ist!» (J.A.) JOHANNES’ TIPPS

***** Basler Zeitung

«Alberto Venzago lässt uns in wunderbar komponierten Bildern und in Schoecks Musik schwelgen.» kino aktuell SF

«Ein berührendes Porträt.» Berner Zeitung

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FESTIVALS

Musikfilmtage Oberauorf 2008

Solothurner Fillmtage 2007

Vision du Réel Nyon 2007

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LINK

http://www.meinbruderderdirigent.ch

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ALBERTO VENZAGO

Kaum eine Geschichte war Alberto Venzago zu gefährlich, weder das organisierte Verbrechen in Japan noch die Revolution im Iran.
„Als Fotojournalist muss ich immer wieder in verschiedene Hüllen schlüpfen“, sagt der Gewinner des Robert Capa ICP Awards. „Im Vordergrund steht dabei nicht das schöne, sondern das wahre Bild“. Seine Fotoreportagen erscheinen in Magazinen wie Life, Sunday Times und Stern, GEO, vier Jahre arbeitete er für die Agentur Magnum: Alberto Venzago hat sich als „concerned photographer“ etabliert.
Venzago, der behände zwischen Film und Fotografie hin- und herspringt, kennt keine Berührungsängste: So setzte er etwa die Anti-Rassismus-Kampagne der Schweiz um, dokumentierte Projekte des ABB-Konzernes und der Winterthur Versicherung rund um die Welt. Er ist offizieller Fotograf des London Symphony Orchesters, arbeitete für das Boston Symphony Orchestra oder entwarf für Navyboot eine Handtasche.
Im Film „Mounted by the Gods“ (2003) und ebenso im gleichnamigen Fotobuch hat er eine adäquate Aesthetik gefunden und erzählt in ausdrucksvollem Schwarzweiss. Das Buch gewann den Deutschen Photobuchpreis 2004.
Veschiedene Kamera-Arbeiten: „Trip to Asia„ (2007), ein Roadmovie mit Sir Simon Rattle und den Berliner Philharmonikern (Premiere in Cannes 2007), Kamera für Wim Wenders neuesten Film im Kongo “The untold story” (2007) und Regie und Kamera für „Mein Bruder, der Dirigent” ein Film über meinen Bruder von Alberto Venzago.
Als Filmer hat Venzago verschiedene internationale Auszeichnungen gewonnen, inklusive 1998 am New York Filmfestival Gold für die Anti-Rassismus-Kampagne der Schweizerischen Eidgenosssenschaft, sowie 1997 den Silber Award für die „Free-Tibet“ Kampagne. 2004 gewinnt er den EDI für den Trailer zu „Mounted By the Gods“ nominiert am AFI Filmfestival Los Angeles 2005 für „Mounted By the Gods“, Technikpreis am Solothurner Filmfestival für „Mounted By The Gods“ 2004.

 

MARIO VENZAGO

In Zürich geboren, begann Mario Venzago im Alter von 5 Jahren mit dem Klavierspiel, studierte an der Musikhochschule und Universität seiner Heimatstadt und vervollständigte sein Dirigierstudium bei Hans Swarowsky in Wien. Es folgten zehn Jahre als Konzertpianist mit ausgedehnter Reisetätigkeit und Schallplattenaufnahmen und eine feste Anstellung beim Rundfunk der italienischen Schweiz (RTSI).
1978 wandte er sich ganz dem Dirigieren zu. Bis 1986 leitete er das Winterthurer Stadtorchester und war gleichzeitig Radiodirigent des Orchestre de la Suisse Romande in Genf sowie Theaterkapellmeister in Luzern. Von 1986-1989 war er Generalmusikdirektor der Stadt Heidelberg, während 3 Jahren leitete er die Deutsche Kammer-philharmonie in Frankfurt und war bis 1994 Chefdirigent der Grazer Oper und des Grazer Philharmonischen Orchesters. Nachdem er von der Staatlichen Hochschule in Mannheim zum Professor berufen wurde, war er von 1997-2003 Chefdirigent des Sinfonieorchesters Basel, während drei Jahren bis 2002 amtierte er zusätzlich in gleicher Funktion beim Baskischen Nationalorchester in San Sebastian. In der Schweiz gründete er die Philharmonische Werkstatt, ein freiberufliches Sinfonieorchester mit bedeutender Ausstrahlung. Von 2000-2003 war er als Nachfolger von Pinchas Zuckermann Künstlerischer Leiter des Baltimore Music Summer Fest.
Zur Zeit ist er Chefdirigent des Indianapolis Symphony Orchestra (USA) und - als Nachfolger von NeemeJärvi - Chefdirigent des Schwedischen Nationalorchesters, der Göteborger Sinfoniker.
Mario Venzago dirigierte die Berliner Philharmoniker, konzertierte an den Salzburger Festspielen, den Luzerner Festwochen und anderen bedeutenden Festivals. Er ist regelmäßiger Gast vieler berühmter Orchester in Birmingham, Kopenhagen, Helsinki, München (Philharmoniker, Bayerischer Rundfunk, Kammerorchester), beim Leipziger Gewandhaus, dem NHK Tokio, dem Royal Scottish National Orchestra, den Berliner Sinfonieorchestern und den renommiertesten europäischen Rundfunkorchestern. In der Saison 2000/01 stand er erstmals am Pult der Mailänder Scala und des London Philharmonic Orchestra. 2003 debütierte er beim Philadelphia Orchestra, 2004 beim Boston Symphony Orchestra. Er arbeitete mit Regisseuren wie Ruth Berghaus und Peter Konwitschny und tritt auch weiterhin als Operndirigent in Erscheinung.
Mit dem Sinfonieorchester Basel erarbeitete er eine CD Gesamtaufnahme der sinfonischen Werke Robert Schumanns („novalis“). Große internationale Anerkennung fanden die Einspielungen der Othmar Schoeck Oper „Venus“ sowie „Penthesilea“.

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OTHMAR SCHOEK'S OPER PENTHESILEA

Penthesilea, die junge Königin der Amazonen, zieht mit ihren Gefärtinnen in den Krieg gegen die Griechen un das belagerte Troja. Sie hofft sich dort den zukünftigen Vater ihrer Kinder zu finden, den sie gemäss den Sitten ihres Volkes zuerst besiegen muss, um ihn dann als Gefangenen in die Hauptstadt zu führen. Der Auserwählte soll beim heiligen Rosenfest im Tempel der Göttin Diana ein Kind zeugen, worauf er den Frauenstaat wieder verlassen muss.

Penthesilea hat den griechischen Kämpfer Achill für sich auserkoren, scheitert aber beim Versuch, ihn beim Kampf für sich zu gewinnen. Achill verletzt sie schwer und nimmt sie gefangen. Nur ihre engste Vertraute, Prothoe, steht ihr bei, während die übrigen Gefärtinnen das Weite suchen. Von ihrer Schönheit verzaubert, gibt Achill Penthesilea mit Hilfe von Prothoe zu verstehen, dass er ihr erlegen ist, verrät jedoch nicht, dass dies nur im Sinne der Gefühle, und nicht im kriegerischen Sinne gemeint ist. Penthesilea währt sich am Ziel ihrer Sehnsucht und gibt sich ganz ihrem Geliebten hin.

Als aber der nahende Waffenlärm unüberhörbar wird, erkennt sie die Täuschung. Aus den Höhen der Glückseligkeit stürzt Penthesilea in die Hölle tiefster Verzweiflung, als der geliebte Mann sich vor ihren Augen scheinbar in den Kämpfer zurückverwandelt und die eitle, herrische Siegerpose einnimmt. Den heran geeilten Gefärtinnen gelingt es unter grossen Verlusten, Penthesilea zu befreien.

Die Liebe ist in Hass umgeschlagen, Penthesilea erschiesst den herannahenden Achill mit einem Pfeil und zerreisst gemeinsam mit ihren Hunden den Körper des Sterbenden. Als sie begreift, was sie getan hat, bekennt sie mit einem Kuss vor allen erneut ihre Liebe zu dem toten Achill und sinkt selber sterbend auf den Toten nieder.

 
   
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